Körting Radio Werke G.m.b.H. Grassau / Chiemgau – Made in Western Germany

Neckermann VERSAND K-G, Das Grosse Versandhaus, verkaufte auch KÖRTING Radios

Die Körting Radio Werke GmbH war ein bedeutender deutscher Hersteller von Rundfunk- und Fernsehgeräten, dessen Wurzeln auf ein 1889 gegründetes Leipziger Unternehmen zurückgehen. Nach dem Start der Radioproduktion 1932 und dem Umzug nach Grassau/Chiemgau (nach 1948) wurde die Firma durch hohe Qualität und die langjährige Partnerschaft als Hauslieferant von Neckermann (1954–1978) bekannt. Körting war ein Pionier des Farbfernsehens, bevor das Unternehmen 1978 von Gorenje übernommen wurde.

Hier ist eine strukturierte Übersicht zur Geschichte der Körting-Radios

Ursprünge (1889–1932) Ursprünglich ein Beleuchtungsunternehmen (Körting & Mathiesen AG) in Leipzig, das Bogenlampen herstellte.

Start der Radioproduktion (1932) Die Gründung der Marke erfolgte, als D & R (Dr. Dietz & Ritter) mit der Produktion von Rundfunkgeräten begann.

Kriegszeit und Neuanfang Während des Zweiten Weltkriegs wurden Radios und technische Geräte gefertigt. Nach der Enteignung des Werks in Leipzig 1948 gründete Oswald Ritter die Körting Radio Werke GmbH in Grassau im Chiemgau neu.

Die Neckermann-Ära (1954–1978) Körting wurde zum Hauptlieferanten für den Versandhandel Neckermann. Das Unternehmen produzierte hochwertige Radios, Fernsehgeräte und später auch Musiktruhen und Spielkonsolen (Tele-Multiplay).

Übernahme und Ende Nach dem Zusammenbruch des Neckermann-Versands und dem Konkurs 1978 übernahm der jugoslawische Haushaltsgerätehersteller Gorenje das Werk. Die Produktion am Standort Grassau endete 1983.

Besonderheiten

Körting war bekannt für anspruchsvolle Technik und modernes Design, darunter frühe Farbfernsehgeräte.

Einige Modelle, wie der „Cyclo-Selector“ von 1934, sind heute begehrte Sammlerstücke.